Donnerstag, 4. Januar 2018

Fehlender Austausch, Hindernisse und eventuelle Lösungen

Schon seit etwas längerem frustriert mich das Bloggen immer öfter. Es ist nicht so, dass ich die Lust oder die Motivation am Bloggen verloren habe und ich werde auch weiter bloggen, aber es frustriert mich mittlerweile immer mehr. Ich kann es verstehen, dass ich nicht unter jedem Beitrag Kommentare erhalte oder nur unter gewissen Beiträgen nicht, aber wochenlang nichts? Und gerade bei Beiträgen wo ich besonders viel Mühe und Fleiß investiert habe und keine Rückmeldung erhalte, ist das besonders frustrierend. Vor allem da ich auch nicht weiß was ich besser machen könnte oder was ich falsch mache etc. Und da ich mir sicher war, hier keine Antworten zu erhalten aus bereits erwähnten Gründen, habe ich mal auf Twitter nachgefragt und daraus hat sich ein sehr interessantes und aufschlussreiches Gespräch mit mehreren Bloggern entwickelt und ich möchte euch gerne jetzt unsere Ergebnisse präsentieren:

1. Ein Problem sind die zwei verschiedenen Blogplattformen Blogger (mit dem ich zB blogge) und WordPress, mit dem viele andere bloggen. Diese beiden Plattformen erschweren das Kommentieren auf der jeweils anderen Plattform ohne einen Account dieser Plattform zu haben. Sprich, ich als Blogger-Bloggerin ohne WP Account muss sämtliche Kästchen abhaken und Bildchen klicken, bevor ich einen Kommentar abschicken kann. Die WP Blogger machen ungefähr das Gleiche, nur dass bei ihnen noch zusätzlich das Risiko besteht, dass ihr Kommentar im Nirvana des Internets verschwindet und nie wieder gesehen wird, sobald sie auf "abschicken" klicken. Das nimmt natürlich auch die Lust am Kommentieren.

2. Zusätzlich scheint es generell immer weniger Austausch auf Blogs zu geben, was ich und auch andere wirklich schade finden.- Desweiteren werden Rezensionen weniger gelesen oder rezensiert. Kann ich irgendwo aufgrund der Gefahr Spoiler zu lesen verstehen, aber andererseits ist das doch erstmal die Basis eines jeden Buchblogs. Ein Buchblog ohne Rezensionen wäre doch sinnlos! Ich zB versuche so gut es geht meine Rezensionen spoilerfrei zu halten. Wenn doch, gibt's eine Warnung und meine Fazits sind generell spoilerfrei.
Jennifer von Lesen in Leipzig setzt sich übrigens mit der Frage auseinander, inwieweit Rezensionen noch Sinn machen und was wie verändert werden sollte. Schaut mal rein!

Also haben wir nach Lösungen gesucht.


3. Eine Lösung wäre die Plattform Bloglovin'. Dort kann man Blogs folgen und deren neusten Beiträge werden einem in einem Feed angezeigt. Dann kann man die Posts in einem einheitlichen Format auf Bloglovin' lesen und dort kommentieren. Oder man schaltet das einheitliche Format aus und kommentiert auf dem jeweiligen Blog unter dem bestimmten Post. Die Kommentare die auf Bloglovin geschrieben wurden, werden nicht auf dem Blog unter dem Post angezeigt. Also wäre Bloglovin' fast schon eine eigene Blogplattform, was mir wiederum missfällt. Also mal schauen, ob ich mich mit diesem Zusatz für Blogger anfreunden kann.

4. Eine andere Lösung wäre die Beiträge noch zusätzlich auf Pinterest zu teilen. Pinterest habe ich bisher nie wirklich als Social Media Plattform wahrgenommen, eher als riesige Datenbank für super coole, traumhaft schöne und inspirierende Bilder für meine Schreibprojekte. Aber auch Pinterest möchte ich eine Chance geben, deswegen habe ich eine extra Pinnwand für meinen Blog angelegt, also bitteschön: klick

5. WordPress. Ich könnte von Blogger zu WP wechseln, aber dann hätte ich das gleiche Problem, das die WPBlogger mit Blogs wie meinen haben. Nämlich das Kommentieren. Habe ich, um ehrlich zu sein, keine Lust drauf. Genauso wenig wie ich Lust habe, mich mit einem völlig neuen System auseinander zusetzen.

6. Eine Bloggerin erzählte mir, dass bei Listen, Rückblicken oder Persönlichem bei ihr am meisten kommentiert wird. Rückblicke gibt es bei mir ja schon in Form der Monatsrückblicke und des Fairytale Awards, Listen werde ich auf jeden Fall noch mit einbringen, nur Persönliches weiß ich noch nicht.

Fazit? Puuh. Ein Wundermittel gibt es nicht, aber ich werde weiterhin daran arbeiten und die genannten Lösungen mal in Angriff nehmen. - Aber falls ihr dem ganzen noch etwas hinzuzufügen habt, dann traut euch ruhig und haut es raus! Das gleiche gilt auch für Verbesserungsvorschläge, Ideen und Wünsche bezüglich meines Blogs...

Ein großes Dankeschön geht an:
Jennifer von Lesen in Leipzig
Elena von Alle meine Träume
Celine von The Printrovert
Let 'em eat books
Lena von Büchernest
und
Emily von Stopfis Bücherwelten

Kommentare:

  1. Hi Hanna,
    so, ich melde mich jetzt mit Google-Konto an (mal was neues) und hoffe, dass mein Kommentar durchkommt!
    An Problem 1 können wir wohl nicht viel ändern und zu 2. haben wir ja bei mir auf dem Blog schon geschrieben :)
    Zu 3. fiel mir gerade noch ein, was bei Twitter glaube ich, noch nicht erwähnt wurde, aber du deutest es an, dass die Kommentare dort ja wiederum im Nirwana verschwinden, wenn nicht beide Blogger Bloglovin nutzen. Generell finde ich es zunehmend anstrengend, wenn ich sehe wie viel (soziale) Kanäle man bedienen muss, damit wirklich jeder die Möglichkeit hat zu kommentieren und zu folgen. Das sollten doch die Seitenbetreiber nun wirklich sicher stellen können, dass da der Zugang gewährleistet ist!
    Zu 4. gilt ja im Prinzip das gleiche wie bei Bloglovin, es ist wiederum eine neue Plattform, es ist mit Arbeit verbunden, wenn mir auch Pinterest auf den ersten Blick deutlich besser gefällt.
    Ich glaube der Knackpunkt ist wirklich, dass die Beiträge den Leser genug reizen müssen, um einen Kommentar zu hinterlassen (und damit sind wir bei Punkt 6). Es gibt so viele Blogs, man könnte täglich stundenlang surfen, aber bei den wenigsten fällt mir wirklich viel zum kommentieren ein. Die oben beschriebenen Hürden machen es sicher nicht einfacher, aber der Hauptgrund liegt wahrscheinlich einfach darin, dass wir alle diskussionsfaul geworden sind. Lesen am Handy und das mühsame Tippen am kleinen Bildschirm verstärken dieses Problem sicher noch, aber irgendwie fehlt mir in der Bloggersphäre manchmal einfach der Wille zum Austausch mit anderen, von dem immer überall die Rede ist. Entweder ist man anderer Meinung, dann kommentiert man nicht (zum Teil sicher auch aus Höflichkeit) oder man ist gleicher Meinung, dann herzt man einfach nur und zieht dann weiter (so nehme ich es bei Wordpress wahr, wäre spannend, ob es bei Blogger ähnlich läuft).
    Vielleicht lesen wir auch einfach alle zu viel, rezensieren zu viel, haben gar nicht mehr die Zeit, die Masse an wirklichen guten (!) Posts von anderen auch noch wahrzunehmen, zu durchdenken und zu diskutieren.
    Auf jeden Fall hoffe ich 2018 auch wieder auf eine Rückkehr zu einem stärkeren Austausch und bin gespannt, was das Jahr bringt (und ob wir gemeinsam eine kleine Welle lostreten können!)
    VG Jennifer
    P.S. Gott, ich hoffe, dieser Kommentar kommt durch!

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    1. Dein Kommentar ist durchgekommen! XD
      Ich kann dir übrigens hier auch nur zustimmen. Einen weiteren Social Media Account zu managen wäre noch mehr Arbeit und das merke ich auch immer wieder, vor allem bei Instagram, weil ich da teilweise vergesse irgendetwas zu posten ^^
      Zu dem Problem zwischen WP und Blogger, vielleicht könnten wir ja mal die Verantwortlichen raussuchen und eine Mail an Blogger und an WP schreiben und sie darauf aufmerksam machen und ihnen mitteilen, dass es sehr wünschenswert wäre, einfach so Kommentare zu schreiben ohne tausende von Häkchen zu setzen und Bilderchen anzuklicken usw. Und das die Kommentare auch nicht im Nirvana landen. Ein Versuch wäre es auf jeden Fall wert!

      Das mit den interessanten Beiträgen ist ja eine Hürde, der wir uns täglich stellen müssen, wenn wir bloggen. Dafür gibt es auch kein Wundermittel, aber ich bin mir sicher jeder versucht sein Bestes zu geben und es gibt ja auch Tipps à la "Mehr Persönlichkeit und Individualität". Inwieweit wir damit auch Leser gut erreichen und ob ich zB einen guten Job mache, kann ich nicht beurteilen. Aber mehr als weiter versuchen fällt mir auch nicht ein. Vielleicht können wir uns da auch erst einmal an unseren Lieblingsblogs orientieren und uns da Sachen "abgucken", dort aber auch mehr kommentieren. Und zusätzlich noch nach Aktionen wie "Kleine Blogs in Sicht" von Mareike (Bücherkrähe) ausschau halten, um neue Blogs kennen zu lernen. Oder wir klicken uns durch Blogrolls oder Tobis Bloggerliste. ^^ Müssen ja nicht gleich alle sein, um Gottes Willen. Aber Blogs die uns nicht bekannt vorkommen, neu dabei sind oder einfach sehr klein. Und das auch nicht jeden Tag, aber wenn nicht einmal in der Woche, dann doch auf jeden Fall einmal im Monat eine große Blogrunde.

      Ich denke, wir können es einfach mal versuchen. Vielleicht treten wir ja wirklich was los!

      LG Hanna

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    2. Hi Hanna,
      das mit den Mails klingt gut, auch wenn ich nicht wirklich daran glaube, dass sich da irgendwer zu Veränderungen berufen fühlt. Aber wir können es ja mal probieren ;)
      Ich denke da spontan an zwei offene Briefe auf unseren Blogs, da können sich dann gleich alle anderen Blogger mit einschalten. Alternativ noch eine Unterschriftenliste, aber weiß nicht, wie man sowas macht.

      Zumindest scheine ich nun meinen Zugang zu Blogger gefunden zu haben. Mit der Anmeldung zum Google-Konto kann ich zumindest mitbekommen, wenn auf den Kommentar geantwortet wird. Das passiert nämlich leider nicht, wenn man wie Taaya unten mit Name/URL kommentiert und ist dann auch nicht wirklich diskussionsfördernd.
      VG Jennifer

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    3. Super! Das mit dem offenen Brief ist eine noch bessere Idee! Dafür können wir uns gerne mal "zusammen setzen" und einen schreiben. Und ich weiß leider auch nicht, wie man so eine Unterschriftenliste angeht. Vielleicht kann ja jemand anderes uns damit helfen?

      Das ist doch auch mal was!Ich habe jetzt auch einen WP Account und lass mich angemeldet, das hilft glaube ich auch schon mal sehr!

      LG
      Hanna

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    4. Hey cool!
      Dann steht dem wilden Kommentieren ja nichts mehr im Weg :D

      Das mit dem Zusammensetzen können wir gern machen. Ich hab nur nächste Woche meinen letzten Vortrag in der Uni, der ist super wichtig. Davor wird es also leider nichts, da ich jetzt meine ganze Energie brauche.
      Lass uns das dann aber danach machen! :)
      VG Jennifer

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    5. Ja, klar. Kein Ding. Viel Erfolg! :-)

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  2. Huhu,

    ich versuch es mal mit dem guten alten Name/URL. Manchmal funktioniert das ja. (Notfalls hab ich auch einen Google-Account und einen uralten Blogspot-Account, da könnte man mal schauen, ob man da irgendwie Weiterleitungen zum Blog hinbekommt. Womit wir bei einer weiteren Möglichkeit für WP-Nutzer wären, die mir gestern noch gar nicht eingefallen ist. Aber inwiefern das technisch möglich ist, weiß ich leider nicht.

    Ansonsten kann ich nur Jennifer zustimmen. Man muss die Leute irgendwie zum Lesen triggern, mit etwas Besonderem. Nur, was das sein kann, das habe ich auch noch nicht herausgefunden.
    Für mehr Reichweite sorgt es in jedem Fall, wenn auch nur einer deinen Beitrag liest und ihn so gut findet, dass er ihn teilt. Das habe ich gestern gemerkt. Plötzlich hatte ich über 20 Aufrufe und 5 Kommentare. Um da ein wenig was zurückzugeben, mache ich selbst gern in den Rückblicken auch eine kleine Übersicht der für mich interessantesten Artikel. Aber damit das hilft, muss ja wieder mein Post erst gelesen werden.

    Also eine Garantie, dass irgendwas klappt, scheint es leider nicht zu geben.
    Aber lass den Kopf nicht hängen. Es kommen zumindest ab und an bessere Zeiten vorbei. Habe zumindest ich das Gefühl.

    LG
    Taaya

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    1. Hallihallo!

      Unter Jennifers Kommentar habe ich ja schon vorgeschlagen, dass wir, also Jennifer an WP und ich an Blogger, Mails schreiben könnten wegen dem Problem und sie darauf ansprechen, ob die das ändern könnten. Vielleicht können wir auch noch andere Blogger miteinbeziehen, damit die auch sehen, dass es wirklich viele betrifft.

      Auch wenn es heißt, das Prinzip Like for Like und so zieht nicht, aber ich denke schon, dass wenn man selbst auch viel teilt, dass irgendwas auch mal zurückkommt. Mich animiert es zB auch andere Inhalte zu teilen, wenn jemand etwas von mir teilt oder kommentiert. Eine Gefälligkeit die man gerne zurückgeben möchte. Einfach, weil man selbst sich auch doch darüber freut. Und irgendwo muss man ja auch anfangen.

      LG Hanna

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  3. Hallo Hanna,
    Oh man, da habe ich gestern so einen langen Kommentar geschrieben, aber irgendwie scheint er verloren gegangen zu sein. Sehr ärgerlich. Aber ich versuche mal, ob ich noch alles zusammenbekomme.
    Also als erstes sei gleich mal gesagt, dass ich dich total gut verstehen kann. Der fehlende Austausch ist auch bei mir Quelle Nummer 1 für Frustrationen bezüglich des Bloggens. Und die Erfahrung, dass das am extremsten bei Rezensionen ist, habe ich auch schon gemacht. Vielleicht werde ich auch mal genauer überlegen, wie ich speziell Rezensionen anders gestalten könnte.
    Eine Idee wäre vielleicht, unter Beiträge eine spezielle Kommentierfrage zu schreiben? Das könnte vielleicht den ein oder anderen motivieren, noch etwas zum Beitrag zu schreiben.
    Das was ich am meisten versuche, ist so viel wie möglich bei anderen zu kommentieren, weil ich ja weiß, wie viel mir das selbst bedeutet. Allerdings kann das auch sehr frustrierend sein, wenn dann kaum etwas zurückkommt.
    Du siehst, eine tolle Lösung habe ich leider auch nicht gefunden. Aber ich denke, das einzige was man tun kann, ist es immer weiter zu versuchen und sich davon nicht frustrieren zu lassen. Mir fällt das manchmal auch schwer. Aber wenn dann mal ein durchdachter und ausführlicher Kommentar kommt, dann freue ich mich um so mehr und es ist eine Erinnerung, dass unsere "Arbeit" doch auch wertgeschätzt wird.
    So hoffentlich verschwindet dieser Kommentar nicht wieder. ;D
    Ganz liebe Grüße, Julia

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    1. Hm, ja, da ist gestern leider kein Kommentar von dir bei mir angekommen... Aber dafür jetzt gleich zwei! ;-)

      Ich glaube, ich finde das bei Rezensionen nicht ganz soooo schlimm, wie bei Beitragen die schon sehr lang sind und wo ich wirklich besonders viel Herzblut und Mühe und Zeit reingesteckt habe. Aber bei Rezensionen geht es direkt um den Austausch bei Büchern. Da werde ich deine Idee mit der Kommentierfrage auf jeden Fall beim nächsten Mal ausprobieren! Das wäre ja auch was für eine bewusst spoilerhaltige Rezension...
      Ich versuche auch oft bei anderen zu kommentieren. Habe bisher aber noch nicht so sehr darauf geachtet, ob es eher andere Beiträge oder Rezensionen sind. Werde ich aber auch mal machen.
      Bei dem zweiten Kommentar über dir hatte ich ja schon geschrieben, dass viele der Ansicht sind, dass das Prinzip L4L (like for like) etc totaler Unsinn sei, ich aber denke, dass es schon irgendwo was bringt. Man freut sich selbst über Kommentare und ist daher auch selbst vlt sogar eher dazu geneigt diese kleine, aber furchtbar nette Gefälligkeit zu erwidern. Daran könnte man sicherlich auch noch arbeiten und das ein wenig ausweiten.

      Liebe Grüße,
      Hanna

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    2. Ja, das stimmt. Bei Beiträgen, wo viel Persönliches und viel Herzblut drinsteckt tut es dann natürlich noch mehr weh, wenn es gefühlt keinen interessiert, was man da so geschrieben hat.
      Bin gespannt, wie es bei dir mit der Kommentierfrage funktionieren wird. Ich drück dir die Daumen, dass es etwas bringt.
      Und ja, das reine L4L ist natürlich nicht so schön. Bei Blogs, die ich gerne lese weil ich die Inhalte so mag, kommentiere ich auch total gerne, obwohl ich weiß, dass da nie etwas zurückkommt. Aber für mich zB ist es einfach selbstverständlich, dass wenn jemand auf meinem Blog sich Zeit für einen lieben Kommentar nimmt, dass ich dann seinen/ihren Blog auch besuche. Das gehört für mich einfach dazu. Scheinen bei weitem nicht alle so zu sehen, aber für mich gehört es einfach dazu und ich fühle mich wohl damit und werde das auch weiterhin so handhaben.
      Liebe Grüße, Julia

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    3. Hi Julia,
      grundsätzlich würde ich dir bei den Gegenbesuchen zustimmen, ich hab aber die Erfahrung gemacht, dass das manchmal gar nicht so einfach ist. Ich beantworte Kommentare oft über das Handy, dann habe ich oft keine Zeit, um einen Gegenbesuch zu machen und gleichzeitig ist man in der Masse (nicht nur Kommentare, auch Social Media) oft so übersättigt, dass man dann leicht mal vergisst, was man sich noch zum Frühstück vorgenommen hatte. Sicherlich schade, oft entgehen einem dadurch ja auch tolle Artikel, aber ich glaube, es sind dann oftmals auch einfach zu viele Blogs denen man folgt und bei denen man kommentieren möchte (so zumindest meine Erfahrung/Wahrnehmung).
      VG Jennifer

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  4. Hallo Hanna,
    bin vor kurzem über Jennifers Beitrag auf deinen aufmerksam geworden und komme jetzt endlich auch zum kommentieren (da haben wir es schon mal: Verlinkungen machen viel aus ...).

    Ich finde es auch immer schade, wenn ich einen Beitrag mit wirklich viel Herzblut schreibe und dann keine oder fast keine Reaktionen darauf bekomme, sogar wenn der Beitrag hier oder da mal geteilt und durchaus häufiger geklickt wird. Trotz Diskussionsfrage/ Kommentieranregung am Ende.

    Ich glaube, viel hängt auch davon ab, wie viele Beiträge einfach täglich online kommen. Das merke ich an mir selbst auch: Wenn in meinem Feedreader an einem Tag sehr viele Posts online kommen, lese ich zwar auch viele, aber kommentiere selten. Je mehr Posts, desto weniger Kommentare. Das versuche ich bei mir persönlich zwar gerade zu ändern, aber ich kann mir vorstellen, dass es anderen auch so geht. Dann braucht es wirklich ein richtig treffenes Thema, wo man einfach was zu sagen "MUSS", um dann wirklich, trotz vieler anderer Posts, zu kommentieren. Das ist dann aber wohl auch wieder eine so individuelle Sache, dass wir Blogger hieraus kein "Allheilmittel" für mehr Interaktion ableiten können.

    Die Hindernisse zwischen WP und Blogger merke ich selbst lustigerweise kaum. Bei WP kann ich als Blogger-Bloggerin problemlos kommentieren und bekomme auch Benachrichtungen über weitere Kommentare. Nur ein WP-typisches "Gefällt mir" kann ich (leider) nicht druntersetzen, aber okay. Umgekehrt habe ich allerdings schon häufiger mitbekommen, dass WP-Blogger Probleme mit Blogger haben. Das ist immer super schade, zumal die Blogger sich meiner Ansicht nach nahezu 50/50 auf beide Plattformen aufteilen.

    Ich stimme Jennifer absolut zu, dass wir Posts mit echten Anreizen schaffen müssten, um mehr Austausch zu bewirken. Wie das aussehen kann, weiß ich derzeit leider auch nicht. Vielleicht müssten wir mal ein Online-Camp/ Brainstorming/ Forschungsgruppe (xD) aufmachen und darin überlegen, was ist der Ist-Stand, was wollen wir, was können wir erreichen und wie können wir das - auch im Hinblick auf andere Blogosphären, in denen es besser läuft?

    Liebe Grüße
    Sarah von pergamentfalter

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    1. Hallo Sara,

      deinen Punkt mit den zu vielen Beiträgen finde ich sehr interessant, vielleicht würde es wirklich helfen, wenn man selbst als Blogger auf die eigene Häufigkeit seiner Beiträge achtet. Ich zB poste ungern zwei Beiträge an einem Tag, das hat so was von einer Art Überschwemmung ^^ und durch Social Media und Co werden wir eh täglich reiz-überflutet...

      An dem Problem mit Blogger und WP arbeiten Jennifer und ich schon. Wir möchten nächste Woche uns zusammen setzen und einen offenen Brief auf unseren Blogs veröffentlichen, in denen wir uns an diese zwei Plattformen wenden und dieses Problem ansprechen und hoffen dabei auf rege Unterstützung von euch anderen Bloggern! ;-) Schließlich ist es ja ein Problem, das uns alle betrifft.

      Ich hab mir von einer Bloggerin sagen lassen, dass bei ihr Listen, Rückblicke und Persönliches am meisten kommentiert wird. Und ich hab gestern oder vorgestern einen Beitrag zur Relevanz von Blogs gelesen und dass Leser eher zu kurzen Texten wie bei Bookstagram tendieren. Also dass der Anspruch der Leser deutlich gesunken ist, was mich aber nicht davon abbringen wird viel zu schreiben. Hier ist der Beitrag von dem ich spreche: https://muromez.com/2018/01/07/blogs-in-der-krise/
      Ich finde er greift ein paar interessante Aspekte auf. Wie siehst du das?

      Liebe Grüße und vielen Dank für deinen Kommentar!
      Hanna

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    2. Das stimmt! Ich denke, wenn man zu viel postet, geht auch irgendwann der Mehrwert verloren und das wäre schade. Dann lieber weniger Posts in der Woche und dafür fundiert und interessant :)

      Da bin ich mal gespannt darauf! Ich bin zwar nicht sicher, ob WP/ Google auf so etwas reagieren, aber ein Versuch ist es definitiv wert. Von daher: Meine Unterstützung ist euch sicher ;)

      Im Vergleich zu zB Rezensionen ist mir das auch schon aufgefallen. Am allerbesten gehen bei mir Diskussionsthemen, die wirklich alle ansprechen.
      Den Beitrag habe ich gestern auch gelesen und klar - schon seit Social Media von immer größerer Bedeutung wird, werden viele Texte kürzer und portionierter. Allerdings würde ich nicht von einer richtigen Krise sprechen. Neben Social Media werden auch immer noch zB Bücher und Zeitungen gelesen, es kann also nicht einfach um die langen Texte gehen, die nicht mehr ansprechen. Ich denke, es geht vielmehr darum, interessanten Content zu liefern und so aufzubereiten, dass er gern gelesen wird. Dann ist es egal, wie lang. Wir merken, meiner Meinung nach, jetzt einfach, dass es sehr viele Anbieter gibt, die ähnlichen Content liefern. Es wird daher wohl ein Thema der näheren Zukunft sein, sich als Blogger selbst klarer zu positionieren, sein Profil weiter zu schärfen und einfach aus der Masse herausstechen, um wahrgenommen zu werden.

      Liebe Grüße
      Sarah

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    3. Genau, mehr Qualität als Quantität. Darauf versuche ich auch zu achten, dass ich eher Beiträge mit Herzblut schreibe, anstatt regelmäßig. Ich hoffe das merkt man auch ^^
      Und ich denke auch, wenn man als Blogger zumindest ein wenig erfolgreich sein möchte oder das Bloggen mit einer gewissen Leidenschaft verbindet, dass man sich dann auch versucht weiterzuentwickeln und irgendwo auch besser wird und aus Vergangenem und Aktuellem lernt. Vielleicht bedeuten Diskussionen wie unsere hier und der andere Beitrag einfach, dass wir nun ein bisschen mehr Arbeit investieren müssen als sonst.

      LG Hanna

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  5. Hey!
    Also ich persönlich kann nur sagen, dass ich mit der Kommentarrate auf meinem Blog zufrieden bin. Klar sind es hauptsächlich Blogger die dabei aktiv sind, aber auch "normale" Leser.
    Mir ist aufgefallen, dass Blogger sich zwar Mühe geben und großartige Beiträge schreiben, manche aber echt NULL auf Kommentare antworten. Da braucht man sich halt auch nicht wundern, wenn irgendwann nix mehr kommt.
    Ich frage demnächst mal meine nicht-bloggenden-Freunde wie sie das sehen, aber ich wette die Tendenz wird dabei liegen dass sie denken dass "eh keine Antwort" kommt, oder sowas. Traurig, aber wahr.
    Ich setze mich fast täglich dran und gehe neue Beiträge meiner liebsten Blogs durch, bin aktiv, teile auch mal was. Und dementsprechend oft kommt auch was zurück.
    Ich speichere mir die Links, der kommentierten Beiträge, in einer Datei ab, weil ich als WP Bloggerin nicht mitbekomme, wenn mein Kommentar auf einem Blogspot Blog beantwortet wird. Das ist mühselig, ja, aber das ist es mir wert. Umso nerviger ist es, wenn ich alle 2-3 Wochen alle Beiträge checke und immer noch keine Antwort kam. Dann lösche ich den Link aus der Datei und schreibe wohl eher keinen Kommentar mehr auf den jeweiligen Blogs.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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    1. Hallihallo!

      Die Antwort deiner nicht-bloggenden Freunde würde mich sehr interessieren! So weit ich weiß, kenne ich keine nicht-bloggenden Leser die Blogs lesen. ^^ Deswegen würde mich ihre Einschätzung wirklich sehr interessieren und vielleicht kann ich mir davon auch etwas mitnehmen. - Ich schaffe es zwar nicht jeden Tag auf Blogs unterwegs zu sein und zu kommentieren und zu teilen, aber ich möchte mir gerne eine feste Blog-Stöber-Kommentier-Zeit einrichten, sodass ich auch mal nicht immer auf den gleichen Blogs unterwegs bin, sondern auch mal neue Blogs entdecke.
      Und das mit deiner Link-Liste finde ich eine sehr gute Idee! Ich denke das werde ich mir abgucken ;-) Puuh, nach zwei bis drei Wochen immer noch keine Antwort? Das ist heftig und danach hätte ich auch echt keine Lust mehr wieder zu kommentieren, das verstehe ich total. Ist aber irgendwie auch echt seltsam wenn dann auf mehrere Kommentare von verschiedenen Lesern nicht geantwortet wird und das unter einem Beitrag. Das ist mir mal passiert und was geht der Person im Kopf vor? Da kam ja nichts zurück, so gar nichts. Stimmt, da braucht man sich echt nicht zu wundern. Ich persönlich versuche ja mein bestes bei Antworten und möchte schon irgendwo auch etwas "gehaltvolles" schreiben und nicht einfach nur "ja, so isses". Aber in der Regel kommt da bei mir eine Antwort :-)

      LG Hanna

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  6. Ich glaube, dass viele Leute einfach zu faul sind, die gewohnte Internet-Welt zu verlassen.

    Ich war einmal in einem Literturforum aktiv und habe dort meine Rezensionen eingestellt. Die Klickzahlen waren immer mindestes 50, eher 200+ . Nach einem Streit habe ich die Plattform verlassen, ich habe nicht den Eindruck, dass mir jemand gefolgt ist, obwohl der Link zu meinem Blog unter jedem Post stand. Warum, verstehe ich nicht, sowohl die Vielfalt der rezensierten Bücher als auch die Qualität der Beiträge kamen schließlich an.

    Ein anderen Beispiel:
    Ich veröffentliche unter dem Buchcover immer die Verlagsangaben inklusive Originaltitel. Und trotzdem hatte ich schon Anfragen wie der Originaltitel, Seitenanzahl usw..

    Ein andere wollte eine Beratung zu einer verlinken Internetseite, mit der er nicht klar kam, anstatt das Museum zu kontaktieren.

    Die Leute erinnern mich an einen Hund, der den Freßnapf vor die Nase gestellt gestellt bekommen will.

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    1. Tut mir leid, dass du das so wahr nimmst. Ich habe bisher noch keine Plattform gewechselt oder ähnliches und kann das jetzt nicht wirklich beurteilen, hoffe aber dass wir alle ein bisschen kommentierfreudiger werden und nicht noch fauler, so wie du es beschreibst.

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