Dienstag, 11. Juli 2017

Beren und Lúthien

Beren und Lúthien
J. R. R. Tolkien und Christopher Tolkien

Bildquelle

Format: Gebunden

Seiten: 304

Preis: 22 EUR

Erscheinungsdatum: 22.06.17

Verlag: Klett-Cotta/Hobbitpresse

ISBN: 978-3-608-96165-2

Inhalt: Ein dramatisches Schicksal überschattet die Liebe von Beren und Lúthien. Sie gehört den unsterblichen Elben an, während er ein Sterblicher ist. In seiner tiefen Abneigung gegen alle Menschen zwingt ihr Vater, ein großer Elbenfürst, Beren eine unlösbare Aufgabe auf: Bevor dieser Lúthien heiraten darf, muss er von Melkors Krone einen Silmaril rauben. Den Leser erwartet die schönste Geschichte Tolkiens.
Speziell für diese Ausgabe hat der bekannte Tolkien-Künstler Alan Lee zahlreiche Farbgemälde und Zeichnungen geschaffen. (...)Diese ohne Übertreibung schönste Geschichte Tolkiens ist in nicht endgültiger Form Bestandteil des »Silmarillion«, des »Buchs der Verschollenen Geschichten« und des »Leithian Liedes«. Christopher Tolkien hat versucht, die Erzählung von Beren und Lúthien aus dem umfangreichen Werk, in das sie eingebettet ist, herauszulösen. Er erzählt sie mit den Worten seines Vaters: zunächst in ihrer ursprünglichen Form, dann gemäß späteren Texten.
So wird sie in ihrem Wandel dargestellt. Die hier erstmals zusammen präsentierten Texte enthüllen Aspekte, die sowohl was die Handlung, als auch was die erzählerische Unmittelbarkeit anbelangt, später verlorengegangen sind. (Quelle)


Meine Meinung: Nachdem ich hörte, dass es einen Extra-Band zu Beren und Lúthien geben wird, war ich umso mehr gespannt, da ich ihre Geschichte nur grob aus dem Herrn der Ringe kenne, weil ich das Silmarillion bisher noch nicht gelesen habe. - Zuerst erzählt Christoper Tolkien (JRR Tolkiens jüngster, noch lebender Sohn) einiges über die Entstehungsgeschichte und diverse Änderung an der Geschichte selbst wie auch an einigen Namen. Es war für mich einerseits sehr informativ und interessant, aber auch etwas verwirrend, was mir wieder bewiesen hat, dass es noch sehr viel mehr zu entdecken gibt!
Die Geschichte zu Lúthien und Beren teilt sich in zwei Erzählweisen, in eine normale Geschichte bzw. Erzählung und in Gedichtform. Ersteres war ein Traum zu lesen, ich liebe diesen besonderen Schreibstil Tolkiens mit ein paar Spuren seines Sohnes. Der Schreibstil ist der gleiche wie in Die Kinder Húrins (mein zweitliebstes Buch von Tolkien) und ja, ich liebe ihn und finde, dass er sich ein wenig von dem aus Der Herr der Ringe unterscheidet. 
Die Gedichte fand ich hingegen weniger schön, weil sie alle in Paarreim geschrieben sind und ich da immer Gefahr laufe die Gedichte herunter zu leiern. Also versuchte ich die Gedichte möglichst betont zu lesen, sodass ich mich selbst noch unterhalten fühtle, aber bei über 50 Seiten hintereinander wird das auf Dauer schwierig. Aber das ist wohl etwas sehr persönliches. ^^

Zum Inhaltlichen kann ich sagen, dass ich es auch gut fand, Lúthien und Berens Geschichte mehrmals zu lesen, weil immer mal wieder kleine Details ausgetauscht oder hinzugefügt wurden und man so, wie ich denke, einen relativ guten Überblick erhalten konnte. Auch gab es gegen Ende noch weitere Zusatzinformation wie zB was mit dem Silmaril passiert, nachdem Beren die Hand mit dem Edelstein abgebissen wurde... und wie es den Nachfahren der beiden hinsichtlich des Silmarils ergeht und eins ist sehr markant! Ihre Schicksale sind alle, wirklich alle traurig. Ohne Ausnahme. Manche haben vielleicht noch ein mehr oder weniger schönes Happy End erlebt, aber leider nicht alle. 
Die Söhne Feanors waren mir von allen Charakteren der größte Dorn im Augen, sie sind nicht nur gierig und gemein, nein, sie sind auch gefühlt für alle Sippenmorde und Schlachten von Elben gegen Elben verantwortlich und haben mehrmals versucht Lúthien zu rauben und wer weiß was noch mit ihr anzustellen... Beren und Lúthien mochte ich an sich ganz gerne, auch wenn ich ihre Liebe nicht so ganz nachvollziehen konnte ^^ aber das ist wohl so mit Verliebten. Des Weiteren hat sich Lúthien sehr bemüht eine starke, selbstständige Frau zu sein, die ihrem Geliebten versucht zu helfen wo sie nur kann. Auch wenn ich ihr das hoch anrechne, ist sie dennoch erstaunlich oft in Ohnmacht gefallen und jaaa, konnte sich dementsprechend nicht gegen diverse Feinde (Söhne Feanors zb) wehren und musste wieder gerettet werden.

Fazit: Es hat mir trotz kleiner Mängel sehr gut gefallen. Es ist traurig, schön und informativ. Inwieweit es zusätzliche Informationen zu Lúthien und Beren liefert kann ich nicht sagen, aber ich fand es äußerst umfangreich, da es noch ein paar weitere Informationen zu den Elben und den Nachfahren von Beren und Lúthien beinhaltet.

Kommentare:

  1. Huhu :)

    Mit Tolkiens Büchern hatte ich bisher ehrlich gesagt kein Glück, da ich mit dem Stil einfach nicht so recht warmwerde. Irgendwie sind sie mir sprachlich einfach immer zu trocken *lach* Deine Rezension hört sich aber wirklich super an, vielleicht sollte ich doch der ein oder anderen Geschichte nochmal eine Chance geben ;)

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

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    1. Hallihallo!

      Vielen Dank für deinen Kommentar! - Ich habe schon oft gehört, dass viele an "Der Herr der Ringe" scheitern, weil sie Tolkiens Schreibstil nicht mögen bzw. wie du schon geschrieben hast, ihnen zu trocken ist. Ich habe bisher nur "die Gefährten" jemals richtig gelesen und ansonsten immer das Hörbuch gehört, vielleicht wäre ja das auch was für dich? Welche Bücher hast du denn bisher (an)gelesen? Und freut mich sehr, dass dir meine Rezension gefällt! Auftrag erfüllt! Tschakka! :-D

      LG
      Hanna

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    2. Hallo nochmal!

      Ja der Stil ist einfach nicht so meins. Trocken, staubig und die vielen Namen, wer mit wem verwandt ist und so weiter, damit bin ich auch nicht klargekommen *lach* Die "Der Herr der Ringe" - Trilogie habe ich dennoch fast vollständig gelesen. In der Mitte des dritten Bandes habe ich dann kapituliert. Hörbücher höre ich eigentlich so gut wie nie. Anosnsten habe ich noch "Die Kinder Húrins" gelesen ;)

      Liebe Grüße,
      Lisa von Prettytigers Bücherregal

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