Freitag, 30. Juni 2017

Cornelia Goehte

Ich war zusammen mit meinem Deutsch-LK in Frankfurt im Goethe-Haus, dabei ist dieser Text aus der Sicht von Cornelia, J.W. von Goethes Schwester entstanden. :-)

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Die Kälte kriecht mir unter das Nachthemd und unter die dicken, kratzenden Wollsocken. Nachts, wenn kein Feuer mehr im Haus brennt, kriecht die Kälte durch Ritzen hinein und versucht sich festzusetzen. Ich schlinge die Decke enger um meine Schultern und versuche einen Blick in das geschmückte Peking-Zimmer zu erhaschen.
Es ist ein Zimmer für besondere Gäste und Stunden. Ein Zimmer voller Geheimnisse, geflüsterten Worten und Geschichten. Ich erinnere mich wie ich oft als kleines Kind vor der verschlossenen Tür saß und ein Ohr an die dünne Wand drückte, um den Gesprächen im Inneren besser lauschen zu können.
Die Tür ist verschlossen, das ist sie vor Weihnachten immer. Ich versuche einen Blick durch das Schlüsselloch zu werfen. Vielleicht erkenne ich die Größe der Geschenke oder sehe die bunten Kugeln oder die kristallenen Anhänger im fahlen Mondlicht funkeln.
Ich stehe da und lausche in die nächtliche Dunkelheit hinein. Meine Aufregung fühlt sich heiß, flatterig und lebendig an, wie entflammte Schmetterlinge. Morgen wird das Peking-Zimmer noch prunkvoller und leuchtender sein als an allen anderen Tagen. Der Baum wird den meisten Platz einnehmen. Der Duft von Tannennadeln, der Weihnachtsgans und der frisch gebackenen Plätzchen wird in der Luft hängen. Und zum ersten Mal in diesem kalten, feuchten Winter wird mir auch wieder vollkommen warm sein. Wir werden alle zusammen sitzen, lachen, essen, singen und glücklich sein. - Ein Lächeln stiehlt sich auf mein Gesicht. Ich werfe einen Blick hinaus in die nächtliche Dunkelheit, ein paar Laternen erleuchten schwach die einsamen, vereisten Straßen.
Ich husche zurück in mein Zimmer. Denn am Horizont kündigt sich das erste Sonnenlicht des Tages an. Ich höre die ersten knarzenden Schritte der Bediensteten auf dem Dachboden. Noch ein, zwei Stunden, dann wird man mich wecken und mir frohe Weihnachten wünschen.
(c) Hanna Bartsch

Dienstag, 27. Juni 2017

Der Netflix-Booktag

1. Recently Watched: The last book you finished reading - World Mythology in bite-sized chunks von Mark Daniels
Ein gutes, prägnantes Buch über populäre und weniger populäre Mythologien mit verständlichen Grafiken, Texten, Geschichten. Das Englisch ist relativ verständlich, wenn man von ein paar Vokabeln absieht. Ich denke, ich werde noch eine Rezension dazu schreiben.

2. Top Picks: A book/books that have been recommended to you based on book you have previously read - Das Juwel von Amy Ewing
Dieses Buch wurde mir nicht aufgrund von "World Mythology..." empfohlen, aber immer mal wieder von eine guten Freundin und das ich NICHT lesen möchte, weil ich fest davon überzeugt bin, dass ich es hassen werde! ^^

3. Recently Added: The last book you bought - American Gods von Neil Gaiman und The Hate U Give von Angie Thomas
"American Gods" habe ich mir bestellt, weil ich es gerne parallel zur Serie lesen möchte, da die erste Staffel nur etwa ein Drittel des Buches umfasst, werde ich das Buch voraussichtlich noch vor der zweiten Staffel beenden XD Und "The Hate U Give" weil es momentan für 3,99EUR beim großen A zu kaufen gibt (vlt auch schon gab???) und ja, ich möchte mehr auf Englisch lesen und bin schon wahnsinnig gespannt! Ich meine, dieses Buch ist ja gefühlt in aller Munde, deutsch- wie englischprachig!

Samstag, 24. Juni 2017

(Serienreview) American Gods

Ein Gastbeitrag von Julia von Lizoyfanes

Willkommen in Amerika, einem Land, das erst durch alle anderen Völker und Kulturen zu dem wurde, was es heute ist. Die Handlung von American Gods ist schnell erzählt: Shadow Moon ist nach einem gescheiterten Raubüberfall im Gefängnis und wird plötzlich vorzeitig entlassen ‑ aber auch nur, weil seine Ehefrau Laura bei einem Autounfall umgekommen ist. Da er nichts mehr zu verlieren hat, entscheidet sich Shadow dafür, einen "Job" beim sonderbaren Mr. Wednesday anzunehmen. Das führt zu einer verrückten Roadtrip, bei der Shadow alles überdenken muss, woran er je geglaubt hat ... Ich fand das Buch von Neil Gaiman recht gut (abgesehen, dass es manchmal seeehr zäääh war) und habe mich deswegen sehr auf die Serie gefreut. Gefreut, aber auch große Zweifel gehabt wie bei eigentlich allen Book‑to‑Screen‑Projekten. Entweder passt mir der Cast dann nicht, oder Grundlegendes wurde extrem verändert oder oder oder ... Nicht aber bei American Gods, denn das, Leute, ist wirklich außgerwöhnlich!

Überspringt ihr bei Serien manchmal die Intros? Bei mir ist das meistens der Fall, aber das American Gods‑Intro zu überspringen würde bei mir nie in Frage kommen: dafür ist es viel zu außergewöhnlich mit den neongrellen Farben, mythologischen Kult‑Symbolen und dem mitreißenden Beat. Auf der einen Seite zeigt es klassische, "alte" Gottheiten/ Symbole wie Ganesha, die Menora oder das Totem. Direkt neben Cowboys, Schusspatronen, Maschinen und einem gekreuzigten Astronauten. Besser kann eine Serie nicht anfangen, als wenn ich bereits beim Intro ,,Krass" vor mich hin stammele. K‑R‑A‑S‑S. So muss ein Kampf zwischen alten Göttern und den neuen Göttern von Technologie, Medien & Co. beginnen!

Sonntag, 18. Juni 2017

Lost in Frankfurt

Am Samstag den 17.06. ging es für mich nach Frankfurt um dort zwei Buchbloggerinnen, Vera von Chaoskingdom und Charline von Sternenbrise, zu treffen. Und weil ich anderthalb Stunden zu früh war und ich mich alleine in Großstädten unwohl fühle, habe ich mich in Hugendubel gesetzt und weiter American Gods gelesen. :-) Ich war übrigens richtig stolz auf mich, dass ich es vom Hauptbahnhof zur Hauptwache mit der richtigen S-Bahn geschafft habe! Ich mein, ich als Landkind in der großen, großen Stadt... ^^ Jedenfalls sind wir dann zu dritt durch Hugendubel geschlendert, von Genre zu Genre und haben uns über Bücher und Autoren ausgetauscht. Das war wirklich super nett! Danach waren wir auch in MyZeil und haben Elbenwald besucht! Elbenwald! Ich habe mich so gefreut, weil die Website ist schon echt cool! Der Shop vor Ort war dagegen allerdings ein wenig enttäuschend. Er war klein, vollgestellt und eng und da war (wie ich persönlich finde) vor allem viel unnötiger Merchandise. Die wirklich coolen Sachen waren dann dazwischen zu finden. Und es waren viele Menschen da.
Charline musste leider schon relativ früh gehen, da sie ihren Bus noch bekommen wollte, um zurück nach Hause zu fahren. - Vera und ich sind dann noch zu Lush gegangen. Der Laden ist sooo cool! Da gibt es kunterbunte oder nur einfarbige (mit Verlauf) Seifen und glitzernde Badekugeln, oder nicht glitzernde... Und die meisten haben so schön geduftet! Die haben auch Päckchen zu verschiedenen Preisen mit schönem Geschenkpapier, die man dann kaufen und verschenken kann. In diesen Päckchen befinden sich dann passende Seifen bzw. Badekugeln. Ich glaube da werde ich mal einkaufen gehen, gaaanz viel! :-D Ich habe auch Vera geholfen für eine ganz besondere Person ein Geschenk auszusuchen! Sie wird sich sicherlich riesig freuen! *-*

Mittwoch, 7. Juni 2017

Aus dem Leben eines Bücherjunkies - Sommerzeit

Leute, der Sommer kommt!!! *-* Und dennoch möchte ich mich am liebsten in meinem Zimmer, mit runtergelassenen Rollladen, unter meiner Bettdecke verstecken, weil ich Sommer während der Schulzeit absolut nicht leiden kann. Aber wenn dann die Sommerferien begonnen haben, bin ich auch richtig im "Sommerfieber" ^^

Jedenfalls habe ich Laura Newmans neuen Vlog gesehen und dass sie bald wieder in die "Wildnis" geht. Was bedeutet, sie wohnt für zwei Monate sporadisch im riesigen (Schreber-(?))Garten ihrer Familie mitten in der Pampa XD in einem kleinen Häuschen und schreibt ein Buch. Ich habe letztes Jahr ihre Vlogs zur Wildniszeit verfolgt und freue mich jetzt schon sehr darauf. Und dann wäre da noch Kai Meyer mit seinem Schreibhaus und Cornelia Funke hat, glaube ich, auch eines... Lange Rede, kurzer Sinn: Wir (meine Family und ich) haben einen Bauwagen wortwörtlich in der Ecke unseres Gartens stehen, den wir vor zwei/drei Jahren neu renoviert haben und den ich jetzt gerne die nächsten Wochen auf Vordermann bringen würde, weil (!!) mir die Idee gefällt selbst ein "Schreibhaus" zu haben, wo mich nichts, außer der Natur selbst, vom Schreiben ablenken kann... :-D


Und man könnte von mir auch behaupten, dass ich mitten in der "Wildnis/Pampa" lebe, da außenrum nur Felder und Wälder und ein paar kleine Dörfchen sind. ^^ - Lebt ihr auch so gemütlich in der Natur? ;-) Habt ihr auch ein "Schreibhaus"? Und wollt ihr von mir über mein "Projekt Schreibhaus" auf dem Laufenden gehalten werden?
Jaaaa, ich weiß... Kommentare schreiben, sich eine Meinung bilden, wie lästig...! ^^

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag!
Liebe Grüße,
Hanna

Montag, 5. Juni 2017

Sieben Minuten nach Mitternacht

Sieben Minuten nach Mitternacht
Patrick Ness und Siobhan Dowd


Format: Taschenbuch

Seiten:  216 Seiten

Preis:  9,99

Erscheinungsdatum: 09.09.2013

Verlag: cbj

ISBN:  978-3-570-40191-0

Inhalt: Das Monster erscheint sieben Minuten nach Mitternacht. Aber es ist nicht das Monster, das Conor fürchtet. Was er eigentlich fürchtet, ist jener monströse Albtraum, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter ihre Behandlung begann. Dieser Traum, in dessen Herzen tiefstes Dunkel herrscht und wo im Abgrund ein Albtraumwesen lauert, bis dann ein Schrei die Nacht zerreißt … Das Monster aber, das scheinbar im Garten hinter Conors Haus lebt, verkörpert etwas völlig anderes. Es ist uralt, wild und weise – es ist das Leben selbst. Es wird Connor in seinen Albtraum begleiten und ihm das Gefährlichste überhaupt abverlangen: die ganze Wahrheit hinter seinem Schmerz! (Quelle)

Meine Meinung: Sieben Minuten nach Mitternacht ist ein wunderschönes Buch über einen trotzigen Jungen der mit einer sterbenden Mutter, gemeinen Klassenkameraden und einem Albtraum zu kämpfen hat! - Eigentlich wollte ich dieses Buch schon vor einer ganzen Weile auf Englisch lesen, aber dann ist es mir in einer Buchhandlung begegnet und dann plötzlich Zuhause in meiner Tasche wieder aufgetaucht... Wie das passiert ist, weiß ich leider auch nicht. ;-) Jedenfalls hat Patrick Ness ein richtig gutes Händchen was das Geschichtenerzählen betrifft. Sieben Minuten nach Mitternacht ist nicht nur bittersüß erzählt, berührend und wunderschön. Nein, auch der Inhalt mit all seinen kleinen wundersamen Details