Freitag, 31. Juli 2015

Love Letters to the Dead

Love Letters to the Dead
Ava Dellaira

 
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …
 
 
 
Das Buch ist die reinste Katastrophe (positiv wie negativ)! Ich war so gespannt auf das Buch und die ersten hundert Seiten waren auch noch in Ordnung! Die waren wirklich schön! Und bis dahin ging mir Laurel auch nicht auf die Nerven, aber dann... Anfangs schien sie der typische, amerikanische Teenie wie aus den Hollywood Filmen zu sein. Total versessen darauf mit der Menge zu gehen, cool zu sein wie alle anderen und schön anderen nach eifern, Hauptsache nicht sich selbst treu bleiben... Aber das Ganze hat sich echt verschlimmert. Laurel hat sich richtig rein gesteigert, wie ihre große Schwester May zu sein. Dass das letztendlich voll in die Hose geht, war ja vorherzusehen... Dieses Hin und Her zwischen kluge Sprüche klopfen, andere Menschen richtig beurteilen und Selbstmitleid und teilweisem Selbsthass bzw. dem großen Mysterium: Mays Tod, ging mir nach 'ner Zeit auch gewaltig auf die Nerven.
 
S. 86
In diesem Moment hab ich ganz deutlich gespürt, das etwas zwischen mir und der Welt steht. Etwas wie eine Glasscheibe, die zu dick ist, um sie zu durchbrechen.

Jupp, stimmt. Laurel sich selbst. Aber bis sie zu dieser Erkenntnis kommt dauert es ungefähr 300 Seiten.
Fast 300 Seiten in denen Laurel sich immer und immer wieder im Kreis dreht. Danach lüftet sich das Geheimnis um Mays Tod, Laurel erkennt die Wahrheit und findet zu sich selbst. Ihre Familie findet halbwegs zu einander, ihre Tante (die wirklich ein wenig strange ist) findet sie doch nicht mehr so komisch, diese verhält sich auch mal endlich entspannter und findet sogar einen Mann... Ein Happy End das, mehr oder weniger durch die Schlüsselszene, ganz abrupt kommt und meiner Meinung viel zu schnell... Ich würde nämlich nicht sagen das da eine Entwicklung bzw. eine wachsende Veränderung zu erkennen war.
Letztendlich finde ich es nicht sehr berührend, Mays Tod war dann doch mehr ein Unfall als eine riesige, dramatische Tragödie, wie es mir beim Lesen vorkam. Laurel macht sich da voll verrückt: Hätte ich bloß den einen Satz nicht gesagt, sie hätte es nicht getan... (will nicht zu viel verraten, May hat aber nicht Suizid begangen) Der Satz war dann doch relativ unspektakulär, wobei das Geschehene dahinter dann doch extrem krass ist und ich schlussendlich sagen muss, dass mir May ein wenig unsympathisch geworden ist. Klar sie hat's gut gemeint, aber dabei hat sie dann doch vergessen auf ihre kleine Schwester aufzupassen und ist ziemlich verantwortungslos geworden...

Fazit:
Ich bin mir nicht sicher ob ich sagen soll, dass ich mehr erwartet habe oder etwas anderes. Läuft aber auf dasselbe hinaus: Das Buch ist ausbaufähig. Erst die letzten hundert Seiten waren richtig spannend und der Rest so lala. Ich denke das Buch wäre viel cooler geworden, wenn wir eine Protagonistin hätten die mal aus der Menge raussticht, weil dieser Herdentrieb ist echt zum Kotzen! So bekommt das Buch nur drei Sterne. Vielleicht spricht es euch mehr an, mich hat es ein bisschen enttäuscht.

Links:
Love Letters to the Dead

Ava Dellaira


Liebe Grüße,
Isana

Mittwoch, 29. Juli 2015

Stefan Gemmel

Einer meiner Lieblingsschriftsteller

Stefan ist deutscher Kinder- und Jugendbuchautor. Er ist der meistübersetzte Schriftsteller in Rheinland-Pfalz und lebt und arbeitet in Lehmen an der Mosel.
Außerdem ist er Deutschlands Lesekünstler 2011.
Seine Lieblingsautoren sind Patrick Süskind, Erich Kästner, aber vor allem: George Simenon und Paul Auster.
Seine Hobbys sind Lesungen halten, Schreiben, Lesen, Joggen, Schwimmen, Schlagzeug spielen, Radfahren und vor allem: die Zeit mit seinen beiden Töchtern verbringen (Bobby-Car-Rennen).


 Stefan Gemmel im SWR Fernsehen

 
 

Links seht ihr Werke von Stefan die bei mir im Bücherregal zu hause sind. Graf Wuff und Doktor Katzenstein ist das erste Buch das ich von Stefan gelesen habe. Meine Mama hat mir 2010, als er bei mir in der Grundschule für eine Lesung da war, nicht erlaubt Schattengreifer - Die Zeitensegler zu kaufen bzw. zu lesen, es könnte ja zu spannend sein. Drei Monate später habe ich es dann doch bekommen ;-)












Zum Stöbern: Stefan Gemmel
Sichelmond

Schattengreifer - Trilogie

Graf Wuff und Doktor Katzenstein


Liebe Grüße,
Isana Nadeya

Montag, 27. Juli 2015

Er ist wieder da (Hörbuch)

Er ist wieder da
Timur Vermes

Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet der Gröfaz in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere - im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und "Gefällt mir"-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Timur Vermes' Romandebüt ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.

Ein Zitat aus dem Buch: (Ich weiß die Seite nicht)
Er lachte. Dann hielt er inne. "Sagen Sie, Sie räumen mir doch meinen Kiosk nicht aus?"
Ich sah ihn empört an: "Sehe ich aus wie ein Verbrecher?"
Er sah mich an: "Sie sehen aus wie Adolf Hitler."
"Eben."

Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört, was wahrscheinlich auch einfacher zu verstehen war, als wenn ich es gelesen hätte. An sich ist es schon sehr witzig, gleichzeitig aber auch sehr erschreckend wie die Menschen auf Adolf Hitler reagieren. Meine Güte, sind wir wirklich so oberflächlich? Keiner nimmt ihn wirklich ernst und so feiert ihn (fast) jeder als Comedian.
Ansonsten habe ich mich sehr amüsiert und gut unterhalten lassen. Beim Hörbuch hören ist auch ein ganzer Nachmittag vergangen und das ohne Langeweile. Was will man mehr, wenn man mal gerade keine Lust hat selbst zu lesen oder man niemanden hat, mit dem man sich treffen könnte?
Ich denke für dieses (Hör-)Buch braucht man auf jeden Fall Politik- und auch ein Wenig Geschichtskenntnis, wobei ich auch glaube, dass wenn ich mehr von Politik und Co. wüsste und verstände, auch dieses Buch besser verstanden hätte.

Fazit:
Dieses Buch bekommt von mir drei von fünf Sternen. Stellenweise war es mir dann doch etwas zu langatmig und das Ende auch ziemlich abrupt. Mit dem Ende könnte es einen zweiten Band gut vertragen! Trotzdem ist diese Satire wärmstens zu empfehlen. Einfach mal Realität sein lassen und die Möglichkeiten in unserer heutigen Welt spielen lassen und alles auf den Kopf stellen!

Buch -> Klick
Autor -> Klick

Liebe Grüße,
Isana

Dienstag, 21. Juli 2015

Musik = Emotionen, Träume, Geschichten

Nein, ich komme nicht vom Thema ab, wir bleiben bei Büchern... und verbinden sie mit Musik. - Ich höre mehr oder weniger alles. Klassik bis Metall - fast alles ist bei mir vertreten. - Gut und was hat das jetzt mit Büchern zu tun? Viel! - Musik regt, ebenso wie Bücher,  zum Fantasieren und Träumen an. Daher sind mir auch einzelne Musikstücke untergekommen, die mich an bestimmte Bücher erinnern.

Wie zum Beispiel dieses, es erinnert mich an Eona

 
 
Und das hier erinnert mich an Das Lied des Blutes
 
 
 
Und zu diesem Musikstück assoziiere ich Der Herr der Ringe
 
 
 
Mit diesem Lied verbinde ich Die Farben des Blutes - Die rote Königin
 
 
 
 
Man merkt schon das ich einen sehr ausgefallenen Musikgeschmack habe. Liegt wahrscheinlich daran, dass das Mittelalter schon für mich immer sehr interessant war und daher die Musik in dieser Richtung sehr prägend war. Und dann natürlich noch Filmmusik wie die von der Herr der Ringe und sonstige Musik die in Richtung Film-, Computerspiel- bzw. Fantasymusik geht!
 
Habt ihr auch Lieder die euch an Bücher erinnern?
 
Nun denn, ich hoffe ich habe euch nicht zu sehr verschreckt und ihr besucht demnächst meinen Blog wieder!
Liebe Grüße,
Isana
 

Samstag, 18. Juli 2015

Projekttage/Tag 2 und 3

Thema: Schreibwerkstatt

Tja, ob man dies hier einen Schreibwettbewerb nennen kann, bezweifele ich ein bisschen, aber schaut doch mal vorbei und lest es euch durch. Vielleicht ist es was für euch!

Tag 2 und 3 haben wir hauptsächlich mit schreiben verbracht. (Wer hätte es gedacht?!) Haben aber an Tag 3 auch wieder eine Schreibübung bekommen. Nämlich: Die Atmosphäre verändern
So geht's:
Such dir einen spannenden/lustigen/traurigen Textausschnitt und verändere einzelne Wörter oder Satzteile, ohne die Handlung zu ändern. So verfremdest du den Text und gestaltest eine völlig neue Atmosphäre.
Beispiel:
(Harry Potter und der Stein der Weisen Klick ; S. 318)
"Lasst mich mit ihm sprechen... von Angesicht zu Angesicht..."
"Meister, Ihr seid nicht stark genug!"
"Ich habe genügend Kraft... dafür..."

Verändert:
"Lasst mich mit ihm knuddeln... von Angesicht zu Angesicht..."
"Meister, Ihr seid nicht flauschig genug!"
"Ich habe genügend Kuscheltiere... dafür..."

Viel Spaß beim Ausprobieren!
Tag 3 war übrigens auch der letzte Tag der Projekttage.

LG
Isana

Mittwoch, 15. Juli 2015

Projekttage/Tag 1

Thema: Schreibwerkstatt

1. Aufgabe: Sinneseindrücke in Worte fassen

Angst
Der Kies unter meinen Füßen knirschte bei jedem Schritt den ich tat. Im Mondschein warfen die Tannen verzerrte und monströse Schatten auf den Friedhof, die mich an Gespenster, Monster und Hexen aus Kinderbüchern erinnerten. Ich hörte ein Rascheln im Gestrüpp, ein Knacksen im Unterholz. Ängstlich sah ich mich um und ließ das Licht der Taschenlampe über den Friedhof wandern. Noch mehr Schatten in dieser Finsternis die, wie die bösen Albtraumgestalten aus meinen Träumen, nach mir griffen. - Ich verstärkte meinen Griff um die Taschenlampe und begann unsicher ein Lied zu summen, um die bedrückende Stille zu vertreiben. - Ich tat wieder einen Schritt, der in meinen Ohren viel zu laut klang. - Der Wind raschelte in den Zweigen und fuhr durch mein Haar. Er schien mir eine Warnung zu zuflüstern. Lauernd, auf etwas das ich nur erahnen konnte, nahm ich erneut meine Umgebung unter Augenschein. Diese Stille schien den trügerischen Anblick der sich mir bot, zu unterstreichen. Es kam mir vor, als ob die Zeit stehen geblieben wäre.


2. Aufgabe: Schreib den folgenden Textausschnitt ab und setze ihn fort. Versuch dabei vor allem körperliche Empfindungen und Reaktionen deutlich zu machen. Die eigentliche Handlung sollte möglichst nicht bzw. kaum fortgesetzt werden. Wichtiger sind die Gefühle der Person!

Panik:
Hier ist nichts zu finden, dachte ich bei mir und wollte mich gerade umdrehen und diese kalten, feuchten Gewölbe verlassen, als ich plötzlich einen heißen Atem im Nacken spürte. Etwas Kaltes legte sich im selben Moment auf meine Kehle. Ich spürte wie Panik mich erfasste und mir der Schweiß ausbrach. - Er war hier. - Ich erstarrte und für einen Augenblick schien die Zeit still zu stehen. Dann begann ich unkontrolliert zu zittern und ich merkte wie mir die Kontrolle über mein Denken und meinen Körper entglitt. Einzig der Wunsch an die Flucht, bemächtigte sich meiner. Doch ich konnte mich vor Angst nicht rühren, nicht einmal den Finger krümmen, geschweige denn auch nur einen Schritt tun.
Ich spürte wie der eisige Griff sich um meine Kehle verstärkte. Nur langsam sickerte die Erkenntnis zu mir durch, dass mir die Luft weg blieb und ich gerade erstickte. - Mein Herz, das ohnehin schon heftig klopfte, begann zu rasen. Ich versuchte zu schreien, doch meiner Kehle entrang nur ein undeutliches Gurgeln. Meine Glieder verkrampften sich und ich keuchte vor Schmerz auf. Ich bekam  Luft. Endlich hatte ich die Möglichkeit meiner Furcht Ausdruck zu verleihen. Ich schrie. Ich packte in diesen Schrei all meine Angst und mein Entsetzen. Der Griff lockerte sich unerwartet und mit weit aufgerissenen Augen stolperte ich nach vorne. Meine Knie fühlten sich wie Wackelpudding an, ich konnte mich kaum aufrecht halten. Ich taumelte, suchte meine Umgebung nach Halt ab, fand jedoch keinen. Ich spürte wie Hände mich packten und er mich zu sich umdrehte. Ich verkrampfte mich, spürte wie mir ein weiterer Schrei im Hals stecken blieb und mir  schwindelig wurde vor Angst. Dann sah ich ihm direkt in die Augen...

Samstag, 11. Juli 2015

Die Farben des Blutes - Die rote Königin

Die Farben des Blutes - Die rote Königin
Victoria Aveyard

Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz …





Was ein Buch! Ich bin begeistert! Liebe, Macht und Intrigen bilden hier echt eine explosive Mischung. Action kommt hier auch nicht zu kurz und man wird ordentlich auf Trab gehalten!
Die Idee dahinter ist nicht ganz unbekannt, dafür aber ganz großartig umgesetzt worden. Auch die Welt ist wirklich beeindruckend aufgebaut, wie in einem Märchen.

S. 225
Wir erheben uns, rot wie die Morgendämmerung.

Sehr schöner Leitspruch! Aber was sagte noch mal Legolas in der Herr der Ringe?
-> "Eine rote Sonne geht auf; heute Nacht ist Blut vergossen worden."

S. 315
Für euch alle bricht die Morgendämmerung an.

Mare meistert das Ganze alles recht gut und trotzdem bleibe ich misstrauisch. Denn viele Charaktere sind hinterlistig, gewissenlos und einfach nur grausam. Königin und Co. lassen grüßen...

Die ersten 300 Seiten sind wirklich sehr grandios, beeindruckend und wortgewaltig. Da geht wahrlich die Post ab. Auch wenn man ziemlich schnell merkt, dass Mare mehr Selbstbewusstsein nötig hat und das eindeutig! Kilorn ist ein super Freund, er hält meistens zu Mare. Er hat nur einmal einen kleinen Aussetzer, den kann ich ihm verzeihen. Bei Cal und Maven wird es schwieriger. Cal ist mir zu engstirnig. Als Kronenprinz hat er später ein Königreich zu regieren und sein Ansatz, das Volk besser zu kennen um ein guter König zu werden, ist ja ganz nett, aber kann der nicht verdammt noch mal von seinem hohen Ross runter kommen?! Ist ja furchtbar! Kygo in Eona hat genau dasselbe Problem. Sie begreifen einfach nicht, dass wenn sie ihrem Volk helfen wollen, einsehen müssen das sie stinknormale Menschen sind. Denn nur wenn sie einsehen, dass sie nur ein Titel bzw. silbernes Blut und die dazugehörigen Fähigkeiten von den Normalen unterscheidet, können sie erst wirklich helfen, weil sie erst dann richtig denken. Vorher werden sie immer an ihrem Erbe, ihrem gesellschaftlichen Stellenwert als König/Kaiser, hängen bleiben bzw. daran scheitern die zweite Möglichkeit zu sehen! Sprüche wie: Ich hatte keine Wahl!, ziehen nicht. Man hat IMMER eine Wahl, nur sind manchmal die Möglichkeiten einer Wahl und deren Folgen nicht besonders vielversprechend und aussichtsreich. - Ach und dann wäre ja noch das Problem mit Mare und gewissen anderen Personen, die nicht merken wie engstirnig ihr Verhalten ist. Ich meine, Mare verhält sich so wie sie muss. Sie hat ein Ziel mit Gründen die mehr als verständlich sind. Und dann kommen Leute wie Lucas und bezeichnen sie als egoistisch. Aha. Aber jemanden wie ein Tier zu behandeln, ihn als nichts Wertvolles erachten und für jeden Mist verantwortlich zu machen, an dem alle schuld sind, das ist natürlich in Ordnung... Kenne ich,... aus Eona. Ryko lässt grüßen...
Zurück zu Maven. Der hat mich ziemlich misstrauisch gemacht und (Achtung: SPOILER!) am Ende bewahrheitet sich auch mein Misstrauen. Maven hat gelogen, Mare um den Finger gewickelt, mit ihr gespielt und ihre Naivität, Unwissenheit und ihre Ziele zu seinen Gunsten ausgenutzt. Dabei spielt er noch natürlich Cal gegen Mare aus und letztendlich ist der Hass das Einzige was sie noch verbindet... Im Übrigen: Ich mag keine Dreiecksbeziehungen oder was darüber hinaus geht!

S. 461
"Ich habe dir niemals gehört, und du hast mir auch nie gehört, Maven", herrsche ich ihn an. "Aber nicht seinetwegen. Ich habe gedacht, du wärst perfekt. Stark und mutig und gut. Ich habe gedacht, du wärst besser als er." Besser als Cal.

Super Aussage oder? Manchmal schein Mare ihren Mut und ihr Selbstbewusstsein doch noch mal zu finden. Da liegt auch der Hase im Pfeffer, das ist der Grund warum ich dem Buch nur vier von fünf Sternen gebe. Mare hätte sich mehr zu trauen können. Sie hätte egoistischer, betrügerischer und gewissenloser sein müssen, sie hätte sich einfach nur ihrer Umgebung anpassen müssen. Ihre Gewissensbisse, Entschuldigungen und Ängste wie vor dem Tod oder dem Versagen gehören an solch einen Ort wie den Palast nicht hin. Mit solch einer Einstellung war das Ganze ja nur zum Scheitern verurteilt.

Fazit:
Ich hoffe, dass im nächsten Teil sich alle zusammen raufen und einen kühlen Kopf behalten werden. Denn gegen Ende sind es mir viel zu viele Schwächen die die Charaktere stolpern lassen und das Bild, das ich während der ersten 300 Seiten gewonnen habe, bröckeln lassen. Also, vier von fünf Sternen mit der Tendenz zum Suchtbuch. Ein Sternchen fehlt und es wäre eins, aber so ist das jetzt mal und ich kann nichts daran ändern, außer zu hoffen, dass es die Autorin im nächsten Band noch besser macht!


Links:
Die Farben des Blutes - Die rote Königin

Victoria Aveyard

Liebe Grüße,
Isana Nadeya

Mittwoch, 8. Juli 2015

Big Game - Die Jagd beginnt

Big Game - Die Jagd beginnt
Dan Smith

In der Nacht vor seinem dreizehnten Geburtstag muss Oskari allein in die Wildnis, so verlangt es die Tradition. Bewaffnet mit Pfeil und Bogen soll er ein Tier erlegen, um seine Männlichkeit zu beweisen. Dass Oskari den Bogen kaum spannen kann, erleichtert die Sache nicht gerade. -
Als Oskari in der Wildnis unterwegs ist, fällt ihm der amerikanische Präsident quasi direkt vor die Füße. Er ist nur knapp einem Attentat entkommen und sieht trotz seines schicken Anzugs nicht so aus, als hätte er die Lage im Griff. Jetzt kann Oskari zeigen, was in ihm steckt.









Big Game - Die Jagd beginnt ist ein Buch das mich wirklich positiv überrascht hat. Ich habe anfangs wirklich geglaubt, dass es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt. Altersempfehlung ab 12 Jahren hin oder her,... Nun ja, ich habe angefangen zu lesen und das Buch hat mich wirklich begeistert! - Die Inhaltsangabe ist mehr oder weniger der Wink mit dem Zaunpfahl und verspricht viel Action,... das Versprechen wurde gehalten. An Explosionen, blutrünstigen Jägern (was eigentlich etwas übertrieben klingt) und jede Menge andre Action mangelt es hier wirklich nicht. Auch wenn ich Oskaris Mitmenschen echt strange finde. Ist dieses Buch eine Dystopie oder schießen die in Finnland alle mit 13 Jahren auf Wildtiere im Wald? (Zumindest bezweifele ich das doch sehr.) Ich weiß leider auch nicht bzw. konnte noch nicht in Erfahrung bringen, ob es weitere Bände gibt, was ich bis zum Ende wegen des Titels annahm. Aber mit einem Happy End wohl kaum... Und ich dachte, dass das Buch verfilmt wird. Nein, stimmt auch nicht. (Vielleicht sollte ich mal aufhören zu denken und stattdessen einfach lesen?!) Es ist ein Film der "verbucht" wird, also das Buch basiert auf dem Drehbuch von Jalmari Helander und Petri Jokiranta.

Apropos strange Mitmenschen...

S.159
"Doch plötzlich stach mir etwas anderes ins Auge. Etwas, das mitten auf der Wiese stand und so überhaupt nicht hierher passte. Ein völlig absurder Fremdkörper. Eine große weiße Kiste."

Da in der Kiste ist ein Hirschkopf drinnen, weil sein Vater ihm nicht zutraut das er die Prüfung schafft. Armer Oskari... Um so glücklicher war ich, als dem Dorfältesten und dem Rest dieser strangen Mitmenschen die Kinnlade zwischen den Kniekehlen hing, weil der Präsident von Oskari gerettet wurde!

S. 183
"Mein Gott, Sie wollen ihn ausstopfen?" "Was sonst macht man mit einer Jagdtrophäe?"

Mit ihn ist der Präsident gemeint... :-D Nette Vorstellung so ein ausgestopfter Mensch in einer Vitrine im Wohnzimmer...

Fazit:
Ein Buch mit Charme, Witz und viel Action! Und positiven Überraschungen und dem amerikanischen Präsidenten mit nur einem Schuh. Bekommt von mir fünf von fünf Sternchen!

Und ein großes Dankeschön an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar!

Website zum Film: BIG GAME
Und hier geht's zu Carlsen/Chicken House

Liebe Grüße,
Isana

 

Montag, 6. Juli 2015

Die Seiten der Welt 1

Die Seiten der Welt 1
Kai Mayer


Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.
Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher.




Ein wirklich gut gelungenes Buch! Ich konnte mich auch dieses Mal darauf verlassen, dass Kai Meyer sein Werk märchenhaft und poetisch angehaucht präsentieren wird! Ich liebe seinen Schreibstil! Die Idee hinter diesem Buch ist spitze, aber nicht richtig umgesetzt. Denn hin und wieder ging die Handlung zu schleppend voran, mir hat eindeutig Action gefehlt. - Aber dennoch, das was Kai Meyer daraus gemacht hat, ist trotzdem beeindruckend! Durch ein Buch über einen Abstand von 200 Jahren miteinander schreiben und sich verlieben, das ist ja wahnsinnig cool! Das es dann aber so endet wie es geendet hat, ist zwar traurig, aber nicht hoffnungslos!

Das mit Severin ist so eine Sache, ich finde den echt klasse und auch Libropolis, die Bibliomantik und Schnabelbücher können da echt mithalten! Apropos Schnabelbücher, Furias Seelenbuch erinnert mich voll an Schnuppel, Nupsi und ein paar weitere Katzen aus Jägermond von Andrea Schacht. Auch Pip mit seiner Coulrophobie (Angst vor Clowns) ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ebenso wie Ypsilonzett, Leselampe und Lesesessel (die sind wirklich herzallerliebst) und Origamivögeln.
Kai Meyer hat hier eine richtig gigantische Welt voller Wunder und Überraschungen erschaffen und ich bin beeindruckt. Die Geschichte hat mir zu anfangs richtig gut gefallen, was aber im Mittelteil auf Grund der Langatmigkeit etwas abgesackt ist. Am Ende hingegen habe ich die Seiten wieder verschlungen wie sonst was, denn das war wirklich ein großartiger Showdown! Auflösung und Ende sind traurig, aber genial!

Fazit:
Ich hoffe, dass im zweiten Teil es mehr zur Sache kommen wird und man noch tiefer in diese faszinierende Welt eintauchen kann! Dieses Buch bekommt von mir vier von fünf belesenen Sternchen und ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen!

Links:
Die Seiten der Welt

Die Seiten der Welt - Nachtland

Kai Meyer


Bis zum nächsten Post!
Liebe Grüße,
Isana


Freitag, 3. Juli 2015

Die Jagd beginnt! ...Und das Schreiben.

Hallohallo!


Schaut mal was mir heute die Post vom Carlsen Verlag vorbei gebracht hat! Genau! Big Game - Die Jagd beginnt von Dan Smith.















Und es gibt zu diesem Buch sogar schon einen Film, der aktuell im Kino läuft:





Und das Schreiben:
Für alle Interessierten habe ich hier noch was zum Anklicken, Durchlesen und eventuellem Mitschreiben: einmal: ohnepunktundkomma und Treffen junger Autoren '15 (etwas verspätet, aber vielleicht schafft es der ein oder andere von euch doch noch...)




Wünsche euch noch einen schönen Freitagabend! Genießt die Sonne nicht im Übermaß und seht zu, dass ihr den Weg aus fremden Welten zurück in die Realität bis Montag wieder gefunden habt!

Liebe Grüße,
Isana

Donnerstag, 2. Juli 2015

#2 Nähkästchengeplaudere

Welten erschaffen
 
 
Zu jeder Fantasy-Geschichte gehört auch eine fiktive Welt, oder? Ja, aber wie beginnt man das Ganze wohl am besten?
 
Ich beginne immer erst mit dem Schreiben meiner Geschichte, denn die Welt wächst beim Schreiben immer mit. Nebenbei notiere ich mir meine Gedanken und Ideen zu der Welt. Anschließend widme ich mich dem Groben:
Mythologie, Religionen, Ideale, Herrschaftsformen, Währung, Wirtschaft, Architektur, Kulturgüter und natürlich die Rassen, die meine Welt bevölkern sollen.
Als nächstes kommen Feinheiten wie Essgewohnheiten, Lebensstandard, Alltag und ungeschriebene Gesetze, Ziele oder Träume der Charaktere hinzu.
 
Was einer fiktiven Welt aber auch nicht fehlen darf ist Landschaft. Dabei orientiere ich mich an der realen Welt und notiere mir hier ebenfalls wie welche Länder aussehen sollen. Die Notizen helfen mir später dann beim Zeichnen einer Landkarte.
 
Flora und Fauna gehören aber ebenfalls dazu, genauso wie das Klima. Diese Themen sind für mich etwas schwieriger, genauso wie die Geologie. Hier übernehme ich viel aus der realen Welt. - Hin und wieder denke ich mir natürlich auch mal neue Pflanzen oder Tierarten aus.
 
Falls es noch Fragen gibt, immer her damit!
 
Ich hoffe ich konnte euch (ein bisschen) helfen!
Liebe Grüße,
Isana